Das Ende der Reibekuchen

Wer, außer militanten Kalorien-Gegner, würde nicht bedauern, dass es so gekommen ist. Die Lions geben ihre Bruzzelpfannen mit den goldbraunen Kartoffelpuffern auf. Warum? Weil es neue Vorschriften gibt, die der Sicherheit dienen sollen, die verlangen, dass Gasleitungen fest verlegt sein müssen. Fest installiert und die Gasflaschen weit weg vom Herd. Das geht nicht bei einem für drei Tage aufgebauten Stand so ohne weiteres, schon gar nicht ohne viel Geld. 

Es ist ein Dilemma, in dem Behörden wie Veranstalter zugleich stecken: Einerseits bestreitet niemand die Wichtigkeit von sicherheitsrelevanten Vorbeuge-Maßnahmen. Andererseits muss aber auch alles "machbar", vor allem finanzierbar sein. Ein Balance-Akt, der inzwischen schweißtreibend mühsam geworden ist – und das nicht nur wegen der Hitze des Sommers oder an der Reibekuchenpfanne. 


Broschüre zum Goldjubiläum

Der Zöppkesmarkt ist inzwischen DIE Solinger Traditionsveranstaltung – einmalig und immer noch voller Schwung. Seit 50 Jahren bereiten sich die Klingenstädter an diesen "drei tollen Tagen" (wie im Vorort von Solingen, Köln, die Rosenmontagszeit genannt wird) selbst eine Freude. Die Stadt zelebriert ihre Gemeinsamkeit. Man trifft sich; der Trödelmarkt ist der Anlass für zufällige Begegnungen und "same procedure as every year" ablaufende Rituale. 

In einer locker geschriebenen, reich bebilderten Chronik (von damals und heute) kann man sich an der eigentlichen Nicht-Veränderung des Zöppkesmarktes erfreuen. 

Zu erwerben für 2,50 Euro am feuerroten FEIERMOBIL auf dem Fronhof.


"keep on rollin'"

Das gesamt Zöppkesmarkt-Gelände ist "rollbar" – als gute Nachricht für alle, die auf Rollstühle und Rollatoren angewiesen sind oder mit einem Kinderwagen den Markt besuchen. 

 

Sofern Kabel und Schläuche unabdingbar quer über Laufwege gelegt werden müssen, werden diese unter niedrigen Kabelbrücken (so genannten Yellow Jackets) versteckt. Diese Mini-Rampen kann man problemlos überwinden; sie entsprechen gesetzlichen und behördlichen Vorgaben.

 

Zwar gibt es einige wenige Treppen auf dem Marktgelände, doch alle sind auf recht kurzen Umwegen angenehm flach zu umfahren. Nirgends ein "hier gehts nicht weiter" für Menschen mit Mobilitätseinschränkung.

 

 

Eine behindertengerechte Toilette (öffentlich, Stadt Solingen) befindet sich am Rande der Fußgängerzone am Breidbacher Tor/Goerdelerstraße (vor dem jetzigen Felix-Club, gegenüber von Einmündung Wupperstraße). Eine andere ist auf dem Neumarkt (direkt am Riesenrad). Zu Öffnungszeiten des Einkaufszentrums Hofgarten ist dort auf der ersten Etage (Aufzug) ebenfalls eine behindertengerechte (kostenpflichtige) Toilette. 


Kiddy-Zöpp so gut gebucht wie noch niemals zuvor!

Schon jetzt ist abzusehen: Das wird ein Rekordjahr für den Kiddy-Zöpp. Die ursprünglich geplanten, traditionellen Bereiche rund um den Fronhof und die ev. Stadtkirche sind bereits jetzt fast vollständig ausgebucht. 

 

Derzeit werden weitere „Deckenfelder“ planerisch vorbereitet. Traditionell hat jedes Kind 2x2 Meter Platz, um auf einer Decke die Schätze aus dem Kinderzimmer anzubieten. Eltern nutzen erfahrungsgemäß den Kiddy-Zöpp für einen „Klamotten-Großeinkauf“. So vielfältig bekommt man während des Jahres wohl nie Kinder-Anziehsachen in allen Größen. Spielzeug gibt’s sowieso geradezu „tonnenweise“. 

 

Der Kinderzöppkesmarkt findet immer am Samstag und Sonntag (nicht Freitag) von der Frühe bis zur Dämmerung statt. Mit 2,50 Euro pro Tag (plus bei Verlassen eines sauberen Platzes zurückgezahlter Müllkaution von 15 Euro) lohnt sich das Mitmachen für jeden.

 

Dieses Jahr gibt es ein vereinfachtes Anmeldeverfahren per Internet. Wer die Gebühr vorher überweist, bekommt die Platzkarte per Email zugesandt und muss sich nicht am Feiermobil, das auf dem Fronhof steht, zur Registrierung anstellen, sondern kann direkt aufbauen. Die Standplätze werden online abrufbar sein, volle Transparenz also. 

 

 

„Wer noch mitmachen will, sollte sich baldmöglichst anmelden“ rät Gerlinde Steingrüber, die für den Verein die Listen der Teilnehmer führt. Falk Dornseifer verspricht jedoch, „Wir werden auch für diejenigen, die sich spontan am Morgen des Zöppkesmarkt-Wochenendes anmelden, eine Lösung finden. ,Plan B’ liegt in der Schublade.“


Zusätzlicher bequemer Parkplatz

Das derzeit brach liegende Grundstück Ecke Kölner Straße / Birkenweiher (in der unteren Google-Map "Birkenweiher 77) kann während der Zöppkesmarkt-Zeit als Parkplatz benutzt werden. 

Von dort aus sind es je nach Schrittgeschwindigkeit ca. 7 bis 12 Minuten bis zum Neumarkt, der Kirchstraße oder zum Entenpfuhl, also drei "Einstiegsorte" in den Zöppkesmarkt. Ideal für auswärtige Besucher, weil gut über Bundesstraßen anzufahren.